„Marktstudie Kunststoffpaletten“ von Ekupac: Reparaturmöglichkeiten von Kunststoffpaletten

Mehrwegkunststoffpaletten überzeugen nicht nur durch ihre Stabilität, Tragkraft und Hygiene, sondern senken auch deutlich die Kosten der Unternehmen, da sie immer wieder neu in den Umlauf kommen. So können die Ladungsträger von Schoeller Allibert bei sachgemäßer Pflege und Wartung viele Jahre unter Industriebedingungen verwendet werden. Die „Marktstudie Kunststoffpaletten“ der Agentur Ekupac, die im September 2018 veröffentlicht wurde, erklärt, welche Möglichkeiten zur Reparatur bestehen und wie hoch die Restwertvergütung liegt.

Niedrige Reparaturquote

Um eine umfassende Marktübersicht der Produkte, Hersteller und Entwicklungen des Kunststoffpalettenmarktes zu erstellen, hat die Agentur Ekupac unter anderem telefonische und persönliche Interviews geführt. Hierbei hat sich gezeigt, dass die fachmännischen Reparaturmöglichkeiten von Kunststoffpaletten noch stärker kommuniziert werden sollten, denn laut Umfrage liegt die derzeitige Reparaturquote bei lediglich circa 5 %. Einfache Behebung kleiner Defekte Die Kosten einer Reparatur von beispielsweise Rissen oder Löchern betragen ungefähr 15 Euro pro Palette. Dies lohnt sich gerade in sensiblen Bereichen wie der Lebensmittelindustrie, in denen höherwertige, spezialisierte Träger wie die H1 Paletten von Schoeller Allibert eingesetzt werden, bei denen sich an etwaigen beschädigten Stellen keine Verunreinigungen absetzen dürfen. Je nach Ausgangsmaterial muss Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) eingesetzt werden, da nur die Verwendung desselben Rohstoffs, aus dem der Ladungsträger gefertigt ist, die molekulare Verbindung gewährleistet.

Reparaturen lohnen auch bei größeren Schäden

Brechen hingegen zum Beispiel Bodenkufen aus, weil das Flurförderzeug die Palette von der falschen Seite angehoben hat, sind auch größere Reparaturen möglich. Hierzu wird aus einer baugleichen, nicht mehr verwendeten Palette eine vollständige Kufe samt Klötzen herausgesägt und per Spiegelschweißtechnik an dem beschädigten Exemplar angebracht. Diese Prozedur nimmt mehr Zeit in Anspruch, liegt preislich jedoch ebenfalls unter der Neuanschaffung einer höherwertigen Palette. Ein weiterer Vorteil ist, dass Reparaturen nicht als Investitionen gelten und daher nicht intern von der Einkaufsabteilung genehmigt werden müssen.

Bei Totalschaden Restwertvergütung

Wird doch einmal eine Mehrwegpalette aus PP oder PE-Neuware nach jahrelangem Einsatz aus dem Verkehr gezogen, kann sie bei einigen Anbietern für ihren Materialrestwert in Zahlung gegeben werden. Dieser entspricht momentan etwa 40 Cent pro kg und damit beispielsweise 10 Euro für eine Schwerlastpalette, die 25 kg wiegt. Das mindert die Investition für die Unternehmen bei der Neuanschaffung deutlich. Bei stahlverstärkten Paletten liegt die Restwertvergütung niedriger, da das Recyclingverfahren aufwendiger ist. Die in Zahlung gegebenen Paletten werden anschließend vermahlen, sodass aus dem gereinigten und getrockneten Granulat neue Ladungsträger hergestellt werden können. Als einer der Key-Market-Player und Spezialist für 100 % recycelbare Mehrwegtransportverpackungen betreibt auch Schoeller Allibert drei Recyclingwerke in Hardenberg (Niederlande), Monheim (Deutschland) und Murcia (Spanien).