Mehrweg stoppt Ressourcenverschwendung

Mehrweg stoppt Ressourcenverschwendung

Foto: Shutterstock_133722608_Umberto Shtanzman       Verpackungsmüll – wir finden ihn überall. In den Meeren und sogar an den Polen. Mit den Müllbergen wächst auch die öffentliche Diskussion zu diesem Thema. Die Öffentlichkeit will immer drängender eine Antwort auf die Frage, wie unsere Natur vom Müll befreit werden kann. Das stellt unsere Gesellschaft vor viele Herausforderungen. Was sollen wir mit all dem Verpackungsmüll machen? Und wie funktionieren hygienische Lieferketten ganz ohne Verpackung? Freiheit und Mobilität gehören zu unseren demokratischen Grundwerten. Der Preis für unseren hohen Komfort ist der daraus entstehende Abfall. Ohne Verpackung wären beispielsweise Milch oder andere Getränke nicht mehr überall erhältlich. Verpackung ist nötig. Sie schützt Produkte, die sonst während des Transportes, der Lagerung oder beim Verkauf beschädigt oder auf den Transportwegen verunreinigen würden. Auf den Verpackungen finden wir wichtige Informationen für die Lieferkette. Doch Verschwendung muss vermieden werden. Das Optimum ist eine Lösung ganz ohne Verpackungsmüll. Diese ist nur machbar, wenn von vornherein auf Verpackungen verzichtet wird oder zumindest ihre Lebensdauer möglichst weit verlängert wird. Nicht mehr brauchbare Verpackungen dürfen nicht als Müll ausgesondert, sondern müssen als Rohstoff wieder in den Entstehungskreislauf eingegliedert werden. Werden übrigens Plastikverpackungen nur einmalig genutzt, entsteht ein Wertverlust von 80-120 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Der Wert des globalen Marktes für Kunststoff lag 2015 bei 31,5 Milliarden Dollar und für 2024 wird ein Wert von 56,8 Milliarden Dollar für die globale Recyclingwirtschaft erwartet. (Daten aus: Ellen McArther Foundation: The new plastics economy 2017, Transparency market research.)

Mehrweg ist ein Lebensverlängerer

Mehrwegtransportbehälter sind solche langelebenden Transportverpackungen, die unsere Umwelt braucht und die nicht nur die Natur schonen, sondern auch das Budget. Viele Mehrwegverpackungen lassen sich immer wieder reinigen, aufbereiten oder größtenteils sogar reparieren wie zum Beispiel faltbare Großladungsträger. Bei sachgemäßem Gebrauch müssen die Schoeller Allibert Mehrwegtransportbehälter je nach Nutzung erst nach circa einem Jahrzehnt entsorgt werden. Und auch dann haben sie noch einen Wert. Als zu 100 Prozent recycelbare Behälter erleben sie als Regenerat eine Wiedergeburt - um anschließend erneut eine Mehrwegtransportverpackung zu werden.

Recycling sogar im Lebensmittelbereich

Schoeller Allibert wurde als einer der ersten Hersteller für Mehrweg-Transportbehälter von der European Food Safety Authority (EFSA) eine Zulassung erteilt. Diese berechtigt das Unternehmen zum Recycling von Altbehältern zu neuen Verpackungen für den Lebensmittelkontakt und trägt so deutlich zur Verringerung des Verpackungsmülls bei. Verpackungen aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE) und Polypropylen (PP) werden dementsprechend zu neuen Mehrweg-Transportverpackungen für den Lebensmittelkontakt recycelt. Dieses Recyclingverfahren führt Schoeller Allibert in den Werken Murcia (Spanien), Monheim (Deutschland) und Hardenberg (Niederlande) durch. Alle Verwender von Kisten in Lebensmittelqualität, die beschädigt sind oder aufgrund ihres Alters nicht mehr genutzt werden, können an die Schoeller Allibert Werke mit EFSA-Zulassung gesendet werden. Es dürfen allerdings nur Materialien für den Lebensmittelbereich recycelt werden, die in geschlossenen oder kontrollierten Verteilungskreisläufen verwendet wurden und die den Schoeller Allibert Qualitätsstandards entsprechen. Nur in diesen Verteilungskreisläufen ist eine sichere Nachverfolgbarkeit möglich, so dass die Herkunft eindeutig abgeleitet werden kann. Nur dann kann Schoeller Allibert gebrauchtes HDPE und PP recyceln und zu neuen Behältern umgestalten, die für die Lieferkette der Lebensmittelprodukte eingesetzt werden.

Anstoß für die Kreislaufwirtschaft

In Form neuer Verpackungen mit Zulassung für den Lebensmittelkontakt dringt der vermeintliche Verpackungsmüll wieder in den Kreislauf ein. Es fällt kein Müll an und Ressourcen werden gespart. So entsteht ein nachhaltiger Verpackungszyklus. Die CO2-Bilanz von Mehrwegtransportverpackungen ist bereits weit niedriger als bei Einwegverpackungen und sinkt durch ein Recycling der Mehrwegtransportverpackungen noch weiter.

Vorbildliches Recycling

Der Recyclingprozess von Schoeller Allibert steht mit EFSA-Zulassung hinsichtlich des Umweltschutzes branchenweit an der Spitze, da das Unternehmen der erste Verpackungshersteller ist, der die CO2-Bilanz spezifischer Produkte über deren gesamte Lebensdauer bestimmte und unabhängig prüfen ließ. Das Prüfungsergebnis zeigte, dass die Produkt-CO2-Bilanz der Mehrwegtransportverpackungen durchschnittlich 68 Prozent unter der von Pappe liegt.

Bei Mehrweg lohnt Maßanfertigung

Da die Mehrwegverpackungen eine lange Lebensdauer haben, lohnt es sich, in eine individuelle und bedarfsgerechte Gestaltung zu investieren. Individuell angepasst an die Bedürfnisse des Betriebs, ermöglichen die Mehrwegverpackungen ein sehr einfaches, komfortables und rasches Handling. Zum Beispiel kann eine maßgeschneiderte Mehrwegverpackung bewirken, dass ein im logistischen Prozess ein Umpack-Schritt eingespart oder ein sinnvoller Transport erst möglich gemacht wird. Abläufe im Lager und beim Versand werden so effizienter und kostengünstiger. Verpackungen werden beispielsweise mit individuellen Gefachen oder Einsätzen versehen, um empfindliche Fracht vor Beschädigungen zu schützen. Wer in maßgeschneiderte Mehrwegverpackungen investieren möchte, hat einmalige Anschaffungskosten in einem langen Zeitraum. Durch ihre Robustheit haben die Verpackungen einen ausgedehnten Lebenszyklus. Einwegverpackungen müssen immer wieder gekauft werden.

Sparsam mit Ressourcen umgehen

Schoeller Allibert betreibt ein Energiemanagementsystem zertifiziert nach DIN ISO 50001. Ziel dieser Norm ist es, ungenutzte Energieeffizienzpotenziale zu erschließen, Energiekosten zu verringern und den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Damit leisten wir einen Beitrag, den Primärenergieverbrauch in Deutschland bis 2020 um 20 Prozent und bis 2050 um 50 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2008 zu senken. In den jährlichen Energiemanagement-Unterweisungen werden unsere Mitarbeiter sensibilisiert für ein umwelt- und energiebewusstes Handeln. So kann jeder von uns nicht nur im privaten Umfeld, sondern auch im Arbeitsalltag einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.