Neue Ekupac-Studie zu Kunststoffpaletten: Historie und Marktsituation

Neue Ekupac-Studie zu Kunststoffpaletten: Historie und Marktsituation

Die bekannte Consulting-Agentur Ekupac hat im September die „Marktstudie Kunststoffpaletten“ veröffentlicht. Die Autoren Ekart Kuhn, Rudolf Behrens und Peter Zimmermann haben durch Quellenrecherche, Interviews und Sekundärliteratur eine Marktübersicht „aller relevanten Mehrweg-Kunststoffpaletten“  in den Maßen 800 x 600 mm, 1200 x 800 mm und 1200 x 1000 mm, deren Herstellern sowie der Betreibermodelle erstellt.  Beleuchtet werden auch die Geschichte und die gegenwärtige Marktsituation.

Ein Maß für alle Paletten

Am Anfang der Studie steht eine historische Einführung in das seit dem „Wirtschaftswunder“ der Nachkriegszeit aus der betrieblichen Logistik nicht mehr wegzudenkende Erfolgsduo Gabelstapler und Palette. Erfunden wurde der Gabelstapler bereits 1917 als Hebehilfe von dem US-Amerikaner Eugen Clark, der ihn dann 1924 vermarktete. Bis zur Einführung in Europa sollte es noch über 20 Jahre dauern. Dort gab es anfangs eine Vielzahl von Holzpaletten in den unterschiedlichsten Maßen, die auf Zügen und Lastwagen transportiert wurden, bis 1961 der Internationale Eisenbahnverband (UIC) die vereinheitlichte und tauschbare Euro1-Palette in den Flächenmaßen 1200 mm x 800 mm als Standard festlegte. Durch die Vierwegigkeit der Palette und die überbetriebliche Tauschbarkeit konnte diese nun einfach mitgenommen und die Ladezeit auf ein Zehntel reduziert werden.

Am Puls der Zeit: Die Entwicklung der Kunststoffpalette

1967 folgte die erste, in einem Stück gefertigte Kunststoffpalette und 1993 als eine von vielen Erweiterungen die H1-Hygienepalette aus Kunststoff für die Fleisch- und Lebensmittelindustrie. Zu den heutigen Key Market Playern gehört Schoeller Allibert: Seit über 50 Jahren entwickelt das Unternehmen 100 % recycelbare Mehrwegtransportverpackungen aus Kunststoff. Zum Portfolio gehören Mehrwegkunststoffpaletten in den gängigen, logistisch kompatiblen Maßen sowie für Spezialverwendungen. Diese Standardisierung garantiert eine optimale Raumausnutzung. In einem Sattelzug passen beispielsweise genau zwei Europaletten quer oder drei längs nebeneinander. Zu den Schoeller Allibert Spezialformaten gehören Paletten in 1140 mm x 1140 mm für den Frachtverkehr auf Schiffen. Da die vom Schiffstransport bekannten Iso-Container nach amerikanischem Maß normiert sind, würden mit dem Europalettenmaß immer Leerflächen entstehen. Während des Rücktransports überzeugen viele Paletten von Schoeller Allibert mit platz- und flottenkapazitätensparender Nestbarkeit, in der Light-Serie ganze 62 %.

Die Stärke(n) des Materials Kunststoff

Laut der EKUPAC-Marktstudie Kunststoffpaletten beträgt deren Anteil am deutschen Markt ca. vier Prozent mit einer erwarteten Verdopplung in den kommenden Jahren. Zu den technischen und wirtschaftlichen Vorteilen von Mehrwegkunststoffpaletten gehören eine lange Lebensdauer in Kombination mit einer verringerten Schadensquote sowie ein geringeres Gewicht als bei Holzpaletten. Die Schoeller Allibert Kunststoffpaletten der Light-Serie wiegen im Europalettenmaß in der leichtesten Variante gerade einmal 5,2 kg. Das spart Kraftstoff und optimiert die CO²-Bilanz. Durch ihre materialbedingte Maßgenauigkeit und Gewichtsstabilität unterstützen Kunststoffpaletten zudem die Automatisierung des Transportprozesses: Die neu entwickelten RackPal 1208M Paletten von Schoeller Allibert zum Beispiel sind mit allen automatisierten Handling-Systemen kompatibel und laufen geräuscharm auf dem Förderband. Beim manuellen Handling wird hingegen das Verletzungsrisiko minimiert, da es keine Splitter oder hervorstehende Nägel gibt. Für ein intelligentes Ladungsträgermanagement können die Paletten mit RFID-Transpondern oder Barcodes ausgestattet werden. In Zukunft wird zudem auch der Einsatz von Sensorik zunehmen.

Paletten für spezielle Ansprüche

Kunststoffpaletten mit glatter Oberflächen sind gut zu reinigen und auch in sensiblen Bereichen mit hohen Hygieneanforderungen wie der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie ideal einsetzbar. Schoeller Alliberts H1-Palette  mit GS1- sowie DIN-plus-Zertifikat ist tiefkühlbeständig und wird besonders in der Fleischindustrie, aber auch anderen Bereichen mit unbedingtem Frischeanspruch eingesetzt. Optisch punkten Kunststoffpaletten sowohl entlang der Lieferkette als auch am Point of Sale. Die Ladungsträger können vom Anwender farblich und durch das eigene Firmenlogo individualisiert werden. Für die perfekte Präsentation im Einzelhandel taugen Display-Paletten. Generell ist die Oberflächengestaltung der Kunststoffträger sehr unterschiedlich. Durch die Anbringung von rutschhemmenden Noppen sowie Oberflächen oder Stapelrändern werden die Güter zusätzlich fixiert. Ist der Lebenszyklus einer Mehrwegkunststoffpalette zu Ende, kann diese zum Recycling zurückgegeben werden. Im Export hingegen können Einwegkunststoffpaletten eingesetzt werden, da diese anders als Holzpaletten nicht zuvor aufwendig gegen Holzschädlinge behandelt werden müssen.

Herausforderungen und Lösungen

Holzpaletten sind zwar in der Erstanschaffung günstiger, betrachtet man aber auch die Lebensdauer sowie die Reparaturkosten im Verhältnis zur Nutzungsdauer, spielen die Mehrwegkunststoffpaletten ihre Stärken aus. Die längere Abschreibungsdauer relativiert sich für vorausschauend planende Unternehmen angesichts der langen Haltbarkeit der Kunststofftransportverpackungen. Bei Schoeller Alliberts Kunststoffpaletten sind dies bis zu zehn Jahre unter Industriebedingen bei sachgemäßem Umgang und Pflege. Ausführliche Informationen zu den Paletten von Schoeller Allibert erhalten Sie hier.