„Marktstudie Kunststoffpaletten“ von Ekupac: Trends und Potentiale

„Marktstudie Kunststoffpaletten“ von Ekupac: Trends und Potentiale

Der Kunststoffpalettenmarkt umfasst eine Vielzahl an Produkten und Herstellern mit vielen Neuentwicklungen. Ekupac analysiert in der „Marktstudie Kunststoffpaletten“ von 2018 aktuelle Trends und zukünftige Marktentwicklungen. Das Potential ist groß, denn einerseits erfordern die fortwährende Industrialisierung, Digitalisierung und Globalisierung ein weiteres Wachstum im Bereich Logistikdienstleistungen, andererseits steigern auch beispielsweise strengere Sauberkeitsvorschriften beim Lebens- und Arzneimitteltransport die Nachfrage nach den hygienischen Kunststoffladungsträgern.

Kunststoffpaletten sind ein Wachstumsmarkt

Aktuell werden pro Jahr in der EU etwa 50 Millionen Paletten aus Kunststoff und Metall gefertigt. Davon sind 80 %, also vierzig Millionen Stück, aus Recyclingmaterial gefertigt. Allein in Deutschland lag die Produktionsmenge im Jahr 2017 bei geschätzten zehn bis zwölf Millionen Kunststoffpaletten. Hierbei ist auch zu beachten, dass Kunststoffpaletten langlebiger als herkömmliche Ladungsträger aus Holz sind und daher generell seltener reproduziert werden müssen. Prognosen gehen von einer Verdopplung des Marktvolumens in den kommenden fünf bis sieben Jahren aus.

Zeitgemäße Ansprüche erfordern Kunststoff

Dieses rasante Wachstum ist auf die vielen Vorteile zurückzuführen, die Mehrwegpaletten aus Kunststoff den Unternehmen bieten. So eignen sich die maßgenauen und gewichtsstabilen Ladungsträger optimal für moderne, hochautomatisierte Lagerprozesse diverser Branchen und Unternehmen wie beispielsweise Automotive. Weitere Bereiche mit starker Automatisierung sind unter anderem die Lebensmittel- und Pharmaindustrie, deren Bedarf an Kunststoffpaletten zusätzlich steigt, da einige Bereiche eine holzfreie Produktion vorschreiben. Die Ladungsträger können einfach und schnell gereinigt werden und erfüllen die permanent steigenden Hygieneanforderungen.

Impulse im Lebensmitteleinzelhandel

Bekannte Großketten wie Lidl, REWE und Penny haben seit dem Jahr 2008 neunfüßige Kommissionierpaletten aus Kunststoff für die interne Verbringung der Waren vom Verteilzentrum zum Point-of-Sale und zurück eingeführt, was eine starken Verbreitung dieses Typs ausgelöst hat. Die Ladungsträger verfügen über die klassischen Euroformatabmessungen 1200 x 800 mm und wiegen 8 kg. Derzeit sind 1,5 Millionen Stück dieser Paletten im Einsatz, wobei die Tendenz stark steigend ist, da immer mehr Zulieferer Teil dieses Kreislaufs werden. Zudem führen Lebensmitteleinzelhandel und Industrie derzeit Gespräche, mit der sogenannten Heilbronner Palette, einer Kunststoffpalette im Halbformat 600 x 800 mm, die herkömmliche Düsseldorfer Palette abzulösen, die noch aus Holz gefertigt wird. LIDL hat bereits 2 Millionen Stück dieses Kunststoffladungsträgers im Einsatz, ALDI Austria mehrere Hunderttausend Exemplare. Unter Beteiligung von Ekupac wurde zudem der Austausch über ein mögliches Pooling initiiert, das zuvor eine weitere Standardisierung voraussetzt. Innovative Neuentwicklungen gibt es auch bei den stark nachgefragten dreikufigen Leichtpaletten im Euroformat 1200 x 800 mm. Ihre Besonderheit ist die Kombination von geringem Gewicht und hoher Traglast im Hochregal, da die modulare Bauweise eine Ausrüstung mit Stahlverstrebungen ermöglicht. Zu den aktuellen Neuheiten in diesem Bereich gehört die RackPal 1208M von Schoeller Allibert, die in der stahlverstärkten Version gerade einmal 18,5 kg wiegt und eine Regallast von 1250 kg trägt.

Weitere Entwicklung und neue Verfahren

Ob Leicht-, Medium- oder Hygienepaletten – das Angebot der Kunststoffladungsträger wächst ständig, um alle Anforderungen des Marktes zu erfüllen und immer wieder neue, innovative Lösungen anzubieten. Auch die kostensparende Reparierbarkeit und die Möglichkeit, alte Paletten zu recyceln und so die Umwelt zu schonen, tragen wesentlich zur Attraktivität des zukunftsfähigen Ladungsträgers bei. Gleichzeitig steigen die Holzpreise kontinuierlich an und die Lieferzeiten für knappes Schnittholz werden länger. Sind dann dennoch herkömmliche Ladungsträger aus Holz im Einsatz, kommen weitere kosten- und zeitintensive Hürden wie beispielsweise die umfangreichen Dokumentationspflichten beim Export hinzu, die materialbedingt bei Kunststoffpaletten entfallen.