„Marktstudie Kunststoffpaletten“ von Ekupac: Mit Labels und Datenträgern zur „intelligenten“ Palette

Foto: Shutterstock_1058070866_Audrius Merfeldas       Im September ist die „Marktstudie Kunststoffpaletten“ der Agentur Ekupac erschienen. Neben der Analyse des gegenwärtigen Marktes und seiner Akteure wird auch das Zukunftsthema Logistik 4.0  beleuchtet. Hierzu stellt die Studie schwerpunktmäßig unter anderem die Kennzeichnung von Kunststoffpaletten mittels RFID und Barcodelabels vor. Digitalisierung ist auch in der Logistikbranche immer wichtiger, denn: Ohne Logistik 4.0 keine Industrie 4.0.

Der Ladungsträger als Informationsträger

Eckpfeiler der Digitalisierung der Supply Chain ist die Palette als „intelligenter“ Ladungsträger. Hierzu wird jeder Palette im Zuge der Serialisierung eine eindeutige Nummer zugewiesen. Unter dieser Kennung können wichtige Parameter wie die Lebensdauer, die Anzahl der Umläufe oder der Zeitpunkt der letzten Reinigung in einem zentralen System gespeichert werden. Das ermöglicht eine frühzeitige Planung von Wartungs- oder Reparaturphasen, wodurch kostspielige Ausfälle verhindert werden.

Ladungsträgermanagement in Echtzeit

Ebenso wird die Ladung erfasst und der jeweiligen Palette fest zugeordnet, um eine ideale Sendungsverfolgung in der Warenwirtschaft zu ermöglichen. Durch die umfassende Vernetzung können in Echtzeit Standort, Füllmenge, Luftfeuchtigkeit und Temperatur der auf der Palette transportierten Güter abgerufen werden. Probleme beim Transport oder mangelnde Lagerkapazitäten am Bestimmungsort lassen sich so rechtzeitig erkennen und beheben.

Abschied von manuellen Verfahren

Unternehmen, die auf eine digitalisierte Supply Chain und Logistik 4.0 setzen, sollten das manuelle Handling auf ein Minimum reduzieren. Schon heute sorgen automatisierte Fördersysteme für einen durchgehenden und schnellen Materialfluss. Da sie besonders formstabil sind und somit verlässlich ruhig laufen, eignen sich viele Kunststoffpaletten von Schoeller Allibert speziell für den automatisierten innerbetrieblichen Transport.

Kennzeichnung durch Transponder und Label

Als Identifikationstechnik werden RFID sowie 2D- und 1D-Bardcodierung eingesetzt. Insbesondere bei Mehrwegkunststoffpaletten, die sich durch ihre Stabilität und Langlebigkeit auszeichnen, ist die Ausstattung mit RFID-Tags sinnvoll. Diese bieten eine lückenlose Nachverfolgbarkeit ohne direkten Kontakt im Sendebereich zu sehr geringen Kosten. Die für die Gesundheitsbranche ausgelegten MAESTRO-Paletten von Schoeller Allibert können daher mit einem RFID-Transponder ausgestattet werden.

Übersicht im weltweiten Einsatz

Da Kunststoffmehrwegpaletten besonders langlebig sind und viele Umläufe absolvieren, sind sie im Laufe ihres Lebenszyklus oftmals in vielen Ländern im Einsatz. Daher ermöglichen Auto-ID-Lösungen wie beispielsweise GRAI (Global Reusable Asset Identifier) oder GIAI (Global Individual Asset Identifier) von GS1 global auch weltweit eine überschneidungsfreie Zuordnung, was besonders exportstarken Unternehmen die Übersicht erleichtert.